25.05.2018

Globus am Alten Leipziger Bahnhof ist Geschichte!

Endgültige Kehrtwende der LINKEN - doch etwas fehlt

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Schon 2016 vorgestellt: Die Ideen zur Bebauung rund um den Alten Leipziger Bahnhiof vom Architekt Jörg Möser. Auch er favorisiert eine kleinteilie Weiterentwicklung des Areal mit einer gemischten Nutzung aus Wohnen, Gewerbe, Kunst und Kultur. Grafik. Jörg Möser

Jetzt ist es also passiert: Die LINKE gibt endgültig beim Thema Globus nach. Nicht mehr das riesenhafte Shopping-Projekt der Saarbrücker soll nun auf dem historischen Areal entstehen, sondern ein neues Wohnquartier durchmischt mit anderen Nutzungen. An der Machbarkeitsstudie der Stadtverwaltung zum Wohnungsbau in der Leipziger Vorstadt kam die LINKE nicht mehr vorbei. Die Allianz für Dresden sieht sich dadurch vollends bestätigt und begrüßt die neue Position der LINKEN ausdrücklich. Der umstrittene Globus-B-Plan ist damit allerdings noch nicht aufgehoben. Das Bündnis fordert daher die Stadtratsfraktion der LINKEN auf, nun auch zügig gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern den B-Plan per Stadtratsbeschluss zu beerdigen.

„Natürlich freuen wir uns über diese absolut überfällige Positionierung. Es grenzt ja schon fast an ein Pfingstwunder. Doch auch wenn die LINKE endlich die richtige Richtung einschlägt, so bleibt doch das nun geschlossene Eintreten für Wohnen am Alten Leipziger Bahnhof ohne ein endgültiges Stadtratsvotum ein lauwarmer Schaufensterbeschluss“, bemängelt Diego Schwarz, Leiter des Dresdner Kreisverbandes beim Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) und Mitglied der Allianz für Dresden. „Es fehlt schließlich etwas Entscheidendes: Die Aufhebung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes. Wer A sagt, muss schließlich auch B sagen und den B- Plan so schnell wie möglich aufheben. Nur so kann die von allen Seiten und nun auch von den LINKEN gewünschte städtebauliche Entwicklung des Alten Leipziger Bahnhofes endlich in Gang kommen.“

Dass die LINKE offensichtlich auch weiterhin erst eine Ersatzfläche für Globus sichern möchte, bevor sie der Aufhebung des B-Planes für das historische Bahnareal zustimmt, bedauert das Bündnis aus Dresdner Bürgerinitiativen, Kulturvereinen, Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und Dresdner Bürgern. „Mit dieser Haltung zieht sich die endlose Geschichte noch weiter hin, und das Thema wird am Ende sogar wieder Thema einer Stadtratswahl. Die nächsten Kommunalwahlen sind ja bereits im Mai 2019“, konstatiert Diego Schwarz. „Dabei hatte man ja bereits im April 2015 mit den Stimmen der LINKEN beschlossen, dass im Masterplangebiet Leipziger Vorstadt nur Verkaufseinheiten von maximal 800 m2 entstehen dürfen.“

Auch die von der Bürgerinitiative „Wohnen am Alten Leipziger Bahnhof“ im Oktober letzten Jahres dem Oberbürgermeister persönlich übergebenen 4.344 Unterschriften für eine unverzügliche Aufhebung des Globus-Bebauungsplanes sprechen für sich. „Neben allen Expertisen von Stadtplanern und Städtebauexperten müsste spätestens die enorme Menge an Unterschriften Dresdner Bürger die LINKE dazu bewegen, jetzt für die Aufhebung des B-Planes zu stimmen“, findet Schwarz. „Man kann nicht nach einer Ersatzfläche suchen, ohne gleichzeitig das riesenhafte Projekt in der Leipziger Vorstadt endgültig zu stoppen. Jede Hintertür muss hier geschlossen werden. Das wäre jedenfalls konsequentes politisches Handeln!“

 

Bei Presserückfragen:

Diego Schwarz (BVMW Kreisverband Dresden / Allianz für Dresden), Tel.: 0160 - 90733066 Edwin Seifert (Allianz für Dresden, Presse), Tel. 0173 - 1857930