28.09.2017

Einzelhandel - egal welcher - muss stadtverträglich sein!

Großflächiger Einzelhandel: Flächengrößen müssen städtebaulich passen

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Lebensmittelmärkte, Stadtteilzentren sowie die sogenannten komplexen Einzelhandelsstandorte (wie Kaufpark Nickern oder Elbepark) auf dem Themenstadtplan der Landeshauptstadt Dresden. Grafik: Landeshauptstadt Dresden

Dass der Zug für einen Groß-Globus am Alten Leipziger Bahnhof abgefahren ist, pfeifen spätestens seit dem Schwenk der LINKEN die Spatzen von den Dächern. Die Allianz für Dresden, engagiertes und breites Bündnis für eine sinnvolle und kleinteilige Entwicklung der Leipziger Vorstadt sieht das mit Wohlwollen. Gleichzeitig ist das Bündnis aber keineswegs gegen eine Ansiedlung des Saarbrücker Unternehmens in Dresden. Wie bereits mehrfach erklärt, geht es der Allianz beim Thema Einzelhandel um die Größe der Verkaufsflächen. Sie muss stadtverträglich gestaltet werden, angepasst an den jeweiligen Standort. Verkaufsflächen über 4.000 m2 hält das Bündnis in der Landeshauptstadt für stadtunverträglich. Für die Leipziger Vorstadt hatte der Stadtrat ohnehin eine Obergrenze von 800 m2 beschlossen.

„Herr Wirtz irrt, wenn er uns unterstellt, wir hätten grundsätzlich etwas gegen das Unternehmen Globus“, betont Diego Schwarz, Leiter des Dresdner Kreisverbandes beim Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW), einem der Mitglieder der Allianz für Dresden, in Reaktion auf eine entsprechende Äußerung des Stadtrates der LINKEN. „Wir haben nichts gegen einen weiteren Lebensmittelanbieter auf dem Dresdner Markt. Jede Neuansiedlung muss aber, und das weiß auch Herr Wirtz als Bauingenieur und Planer, stadt- und landesplanerisch, verkehrlich und im Hinblick auf kleine Einzelhändler verträglich gestaltet werden. Das gilt für jede Kette.“

„In jedem Fall muss die Globus Holding für Dresden ihr auf Riesenflächen ausgerichtetes Geschäftsmodell ändern“, bekräftigt Uwe Sochor vom Frankreichladen savoir vivre in Pieschen und ebenfalls Mitglied der Allianz für Dresden. „Ein Riesenmarkt in der Größe von 10 Aldi-Märkten passt an keine Ecke der Stadt. Umgebende kleine Händler gingen kaputt, und der angezogene Autoverkehr würde zu einer enormen Belastung für die Anwohner. Daher muss die Stadt hier Schranken bei der Verkaufsfläche einziehen.“

„Wir haben nichts gegen das Unternehmen. Es muss nur stadtverträglich investieren und bauen. Hier sind wir uns mit Baubürgermeister Schmidt-Lamontain völlig einig“, so Schwarz. „Nicht umsonst hat der Stadtrat bereits 2015 für die Leipziger Vorstadt eine Verkaufsflächenobergrenze von 800 m2 beschlossen.“

Bleibt noch eines: „Der vorhabenbezogene Bebauungsplan für den Riesen-Globus am Alten Leipziger Bahnhof muss schleunigst aufgehoben werden. Hier sind wir mit der neuen Bürgerinitiative und ihrer Petition einer Meinung“, bekräftigt Schwarz. „Nur dann kann sich die Leipziger Vorstadt endlich kleinteilig entwickeln. Die Zeit dafür ist überreif.“

Bei Presserückfragen:

Uwe Sochor (savoir vivre – der Frankreichladen / Allianz für Dresden), Tel. 0152 - 56011303

Diego Schwarz (BVMW Kreisverband Dresden / Allianz für Dresden), Tel. 0160 - 90733066

Edwin Seifert (Allianz für Dresden, Presse), Tel. 0173 - 1857930