Verkehrsbelastung

Die mit dem SB-Warenhaus verbundene Zunahme des Verkehrs ist noch größer als ursprünglich angenommen. Globus selbst geht davon aus, dass 95 Prozent der Kunden mit dem Auto kommen werden. Die umliegenden Straßen werden also zu Staufallen, und trotz geplanter Ausbaumaßnahmen werden Autos und Straßenbahnen deutlich ausgebremst. So prognostiziert sogar das im Auftrag von Globus erstellte Verkehrsgutachten erhebliche Rückstaus für die Antonstraße und bis hin zur Marienbrücke. In der Leipziger Straße sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit stadteinwärts von derzeit 32 km/h um etwa 4,5 km/h, stadtauswärts um 6-8,5 km/h!

Zum Vergleich: Bei der Königsbrücker Straße sollen mehr als 30 Millionen Euro investiert werden, um die Durchschnittsgeschwindigkeit in ähnlicher Größenordnung anheben zu können. Berechnungen eines weiteren Gutachtens sagen für den Bereich der Eisenbahnstraße eine deutliche Verkehrsüberlastung mit sehr hohen Wartezeiten voraus. Die erwarteten Verkehrsmengen beeinträchtigen zudem erheblich die Leistungsfähigkeit des nahen Straßennetzes und der Kreuzungen. Mit der Globus-Ansiedlung und den damit verbundenen Verkehrsströmen würde der vor einigen Jahren erfolgte Ausbau der Leipziger Straße ad absurdum geführt. Zwar sollen einige Teile der umliegenden Straßen aufgeweitet, neue Zufahrten und zusätzliche Ampeln errichtet werden, ko-finanziert von Globus. Doch ob der zusätzliche Verkehr damit bewältigt werden kann, darf bezweifelt werden, schließlich handelt es sich dabei um Mindestmaßnahmen, die lediglich ein völliges Verkehrschaos verhindern. Geschenkt bekommt die Stadt hier also nichts.