Wohnen!

Dresden wächst derzeit um 5.000 Einwohner jedes Jahr. Im Jahr 2009 beschloss vor diesem Hintergrund der Dresdner Stadtrat einstimmig den „Masterplan Leipziger Vorstadt“. Das Leitkonzept des Masterplans sieht unter dem Slogan „Park schafft Stadt“ auf der Fläche des Alten Leipziger Bahnhofs ein lebendiges Innenstadtquartier für Wohnen, nicht-störendes Gewerbe, Kultur und kleinteiligen Handel vor, aufgelockert durch Grünzüge und hochwertige Freiflächen. Dieses durchdachte Konzept ist realisierbar. Die Entwicklung des Gebietes ist auch ohne Globus möglich. Der Masterplan sieht ein neues Stadtviertel mit Straßen, Wegen und Grünstreifen vor, das sich in die vorhandene Umgebung einfügt und deren Straßenraster folgt. Das nördlich angrenzende Gründerzeitviertel (Alexander-Puschkin-Platz/Erfurter Straße) wird durch diese neue Leipziger Vorstadt nach Süden ergänzt.

Auf dem Areal rund um den alten Leipziger Bahnhof hat sich in der Zwischenzeit schon eine erste Wohnnutzung etabliert. Das alte Zollamt direkt neben der Tankstelle an der Leipziger Straße wurde saniert und in eine Wohnanlage umgewandelt. Außerdem gibt es eine konkrete Anfrage der Hamburger Procom-Firmengruppe, 370 Mietwohnungen und weitere Infrastruktureinrichtungen auf der zum geplanten SB-Warenhaus benachbarten Fläche zu errichten.

Das zeigt: Die wachsende Stadt Dresden hat die Kraft solche Lücken zu schließen. Flächen für mehr innerstädtisches Wohnen werden immer stärker nachgefragt. Wohnungsbau in der Innenstadt ist dringend nötig, auch um die Mietpreise zu stabilisieren und damit Wohnraum bezahlbar bleibt. Gerade jetzt wäre es falsch, solch attraktive innenstadtnahe Entwicklungspotenziale zu vergeuden, und dies für nicht notwendige, stadtteilunverträgliche Vorhaben. Wir fordern die Umsetzung des Masterplans Leipziger Vorstadt auf der Fläche zwischen Leipziger, Erfurter, Großenhainer und Eisenbahnstraße.