Das Bündnis

Die Allianz für Dresden ist ein Zusammenschluss verschiedener Dresdner Bürgerinitiativen, Kulturvereine sowie Wirtschaftsverbände, Unternehmen und Dresdner Bürgern. Wir setzen uns dafür ein, dass auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs, vor den Toren der Dresdner Neustadt eine Mischung aus kultureller Nutzung, Geschäften, Büros und Wohnungen verwirklicht wird. Eine Mischung die bereits der 2009 vom Dresdner Stadtrat einstimmig beschlossene „Masterplan Leipziger Vorstadt“ vorsah. Den Plänen der Globus SB-Warenhaus Holding auf besagter Fläche einen riesigen Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von weit über 8.000 Quadratmetern, eine Shopzone mit 800 Quadratmetern, Gewerbeflächen von fast 2.500 Quadratmetern sowie rund 1.050 Parkplätze zu errichten, erteilen wir eine klare Absage. Am 16. April 2015 beauftragte der Stadtrat die Stadtverwaltung mit der Überarbeitung des Masterplanes Leipziger Vorstadt und beschloss dabei einen klaren Rahmen: Großflächiger Einzelhandel von über 800 m2 sind im Masterplangebiet ausgeschlossen. Gleichzeitig läuft allerdings das Verfahren zur Ansiedlung des riesigen Globus-Supermarktes weiter, trotz rund 370 Einwendungen und zahlreicher Gutachten. Die Mehrheit der Gutachten und Stellungnahmen ist eindeutig: Ein Globus-Markt in der Leipziger Vorstadt ist stadtunverträglich, schädigt den vorhandenen Einzelhandel, verschärft die Überversorgung und verursacht eine unzumutbare Verkehrsbelastung. Die Allianz für Dresden fordert daher den Stadtrat dringend dazu auf, den Globus-Bebauungsplan per Beschluss aufzuheben, um so den städtischen Ämtern das weitere völlig sinnlose Befassen mit dem Projekt zu ersparen. Ein solcher Aufhebungsbeschluss wäre völlig rechtens, hätte keinerlei Schadensersatzansprüche seitens des Investors zur Folge und die Leipziger Vorstadt hätte endlich wieder eine sinnvolle Perspektive.

 

UNTERSTÜTZER

Verbände

Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) 
Unternehmerverband Deutschlands e.V. Wirtschaftsregion Dresden
Kontakt: Diego Schwarz

Unternehmerverband Sachsen e.V.
Kontakt: Klaus-Dieter Lindeck 

Handelsverband Sachsen e.V.
Kontakt: Eberhard Lucas



Vereine / Initiativen

Unternehmerverein Dresden-Pieschen e.V.
Kontakt: Uwe Sochor 

  

Gewerbe- und Kulturverein Äußere Neustadt e.V.
Kontakt: Konrad Stransky 

Kultur Aktiv e.V.
Kontakt: Mirko Sennewald

StadtbilDD-Das Korrektiv
Kontakt: Stefan Schiller, Michael Wolf

Stadtteilhaus Dresden Äußere Neustadt e.V.
Kontakt: Ulla Wacker

Unternehmen

Zanderarchitekten
Kontakt: Jens H. Zander

KONSUM DRESDEN eG
Kontakt: Gunther Seifert

Fleischerinnung Dresden

Kontakt: Matthias Schmidt 

Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren GmbH

Kontakt: Ralph Ehrentraut

Planungs- und Sanierungsträgergesellschaft mbH Dresden-Pieschen
Kontakt: Johannes Eikerling

KFZ Service Dresden
Kontakt: Roman Lotzkat

IFA-Zentrum-Dresden-Trabant-Aufbereitung

Kontakt: M. Plath und T.Schubent

Ladenatelier Kati Bischoffberger
Kontakt: Kati Bischoffberger

Vorwerk Podemus
Kontakt: Bernhard Probst

MEDIENKONTOR Dresden GmbH
Kontakt: Stephan Trutschler

Einzelpersonen

Anette Wießler Enkelmann

Dipl.-Ing. Arch. Ulrich Schönfeld

Heiko Petzold

Antje Hermenau

Thomas Bruckert

Stephan Trutschler

Ronny Lucas

Martina Liebelt

Carmen Schäfer

Stefanie Mittag

Manuela Eisold

Stefan Richter

Irena Spanke

Petra Siebert

Anett Dietze

Sylvia Legler

Doreen Knitter

Ramona Eisold

Stephanie Pilz

Steffen Kaulfuß

Ina Grützner

Marion Costrau

Robert Kristmann

Christine Hache

Sebastian Krüger

Martina Vollmann

Klaus Kretschmar

Gunnar Liewald

Carolin Seeliger

Mandy Richter

Ines Pfitzner

Simone Rehermann

Steven Hunger

Claudia Schramm

Carmen Rein


Über 700 weitere Unterstützer finden Sie hier.

 

UNSERE VORSCHLÄGE

Lebendiges Innenstadtquartier

In einem kleinen Park mit Blick auf den Bahnhof Neustadt gehen Familien spazieren, Kinder toben sich auf einem Spielplatz aus, Rollerblader und Radfahrer sausen auf einem Weg, der dem Schienenstrang der ersten deutschen Fernlinienbahnlinie folgt, und Kulturinteressierte informieren sich am Veranstaltungskalender des Alten Leipziger Bahnhofs über die nächsten Highlights im historischen Gebäude, das frisch renoviert mitten in Dresdens neuem Wohn- und Geschäftsquartier liegt. Illusion, Träumerei? Weit gefehlt! Der Immobilienmarkt in der sächsischen Landeshauptstadt boomt, die Investoren stehen Schlange, um in attraktiven Stadtteilen in neue Wohnungen zu investieren. Gerade jetzt bietet die Marktlage die einmalige Gelegenheit eine innerstädtische Brachfläche stadtverträglich zu entwickeln. Wir setzen uns genau dafür ein.

 

Gute Idee: Masterplan Leipziger Vorstadt

Dresden wächst derzeit jährlich um 5.000 Einwohner. Im Jahr 2009 beschloss der Dresdner Stadtrat vor diesem Hintergrund einstimmig den „Masterplan Leipziger Vorstadt“. Das Leitkonzept des Masterplans sieht unter dem Slogan „Park schafft Stadt“ auf der Fläche des Alten Leipziger Bahnhofs ein lebendiges Innenstadtquartier für Wohnen, nicht-störendes Gewerbe, Kultur und kleinteiligen Handel vor, aufgelockert durch Grünzüge und hochwertige Freiflächen. Derzeit wird der Masterplan aktualisiert. Die Hochwasserlinie entlang der Elbe wird eingearbeitet und das Thema Lärm soll besser berücksichtigt werden. Die Grundidee bleibt gleichwohl gleich. Aufbauend auf vorhandenen Strukturen soll ein lebendiger kleinteiliger Stadtteil entstehen. Elementaren Bestandteil des Plans bildet der Alte Schlachthof mit seinen Nebengebäuden. Die kulturelle Nutzung dieses Areals - „Kulturspange“ genannt - soll weiter bestehen und fest in die vorgesehene Neubebauung integriert werden. Ein absoluter Fremdkörper für eine vernünftige Stadtentwicklung wäre dabei die Ansiedlung des riesenhaften Globus-Projektes am Alten Leipziger Bahnhof. Stattdessen plädieren wir für einen Nutzungsmix analog dem Masterplan von 2009.

 

Schon jetzt tut sich etwas

Die Leipziger Vorstadt besteht allerdings nicht nur aus dem denkmalgeschützten Alten Leipziger Bahnhof. Entlang der Gothaer Straße hat sich rund um den Alten Schlachthof eine neue Konzert- und Partymeile entwickelt. Vier Locations locken dort Party-Löwen und Musikfans: „Alter Schlachthof“, „Puschkin-Club“, „My House“ und seit kurzem der „Klub Neu“ in der ehemaligen Kleinviehhalle. Bis auf den Puschkin-Club residieren alle Clubs und Konzertlocations in denkmalgeschützten Baudenkmälern. Auch eine erste Wohnnutzung hat sich bereits ebtabliert. Das alte Zollamt direkt neben der Tankstelle an der Leipziger Straße wurde saniert und in eine Wohnanlage umgewandelt. Außerdem gibt es eine konkrete Anfrage der Hamburger Procom-Firmengruppe, 370 Mietwohnungen auf dem Gelände zwischen altem Zollamt, Altem Schlachthof und Altem Leipziger Bahnhof zu errichten.

 

Plan B für den Alten Leipziger Bahnhof

Das Gelände gleich hinter dem Bahnhof Neustadt hat etwas Besseres verdient als einen weiteren riesigen Shopping-Tempel mit einer Parkplatzwüste. Dabei könnte das Areal mit einer gemischten Struktur aus kleinteiligen Geschäften, Künstlerateliers, einem Bahnhofs- Kulturcafé, Büronutzung und Wohnungen, geöffneten Bahnbögen sowie einem Radweg auf der historischen Fernbahntrasse von 1839 ganz elegant zum Treffpunkt für das neue Stadtquartier Leipziger Vorstadt werden. Globus selbst könnte mit einem kleinen Nahversorgungsmarkt auf dem Gelände präsent sein und mit den neuen Wohn-, Büro- und Geschäftsgebäuden die Sanierung des Alten Leipziger Bahnhofs quersubventionieren. Ein neuer Investor wäre nicht unbedingt nötig. Dass Globus auch kleine Nahversorgungsmärkte betreiben kann, zeigt der im April 2015 in Saarbrücken eröffnete „fridel“-Markt. „Der neue Kleine von Globus“ der als „Ihr neuer Nachbar“ beworben wird, ist ein Lebensmittelmarkt mit integriertem Restaurant und hat insgesamt 800 m2 Verkaufsfläche.

Argumente

Politik

Oberbürgermeister Dirk Hilbert zum Thema Alter Leipziger Bahnhof / Globus:

Oberbürgermeister Dirk Hilbert

   „Ich war und bin kein Befürworter des Globus-Standortes an der Leipziger Straße.“

   Dirk Hilbert gegenüber "Allianz für Dresden" am 27. Mai 2015

Was sagen die Stadträte des neugewählten Dresdner Stadtrates?

Im Vorfeld der Stadtratswahl am 25. Mai 2014 hat die „Allianz für Dresden“ die jeweiligen Spitzenkandidaten und Zweitplatzierten in allen zwölf Dresdner Wahlkreisen nach ihrer Meinung zu den Globus-Plänen auf dem Gelände des Alten Leipziger Bahnhofs befragt. Die Frage lautete: "Werden Sie sich als Stadträtin/Stadtrat für oder gegen das Globus-Projekt am Alten Leipziger Bahnhof einsetzen und warum?“ Über 200 Kandidaten wurden angeschrieben, über 80 haben geantwortet. Im folgenden finden Sie nun die Statements derjenigen Kommunalpolitiker, die bei der Stadtratswahl auch tatsächlich einen Sitz im neuen Stadtrat erhalten und uns im Vorfeld der Wahl geantwortet haben. Was sagen also die Stadträte der Wahlperiode 2014 bis 2019 zu den Plänen?

CDU

Gunter Thiele, Wahlkreis 2 (Neustadt)

Gunter Thiele“Die CDU in der Neustadt hat sich gegen das Projekt positioniert, die Stadtratsfraktion mehrheitlich dafür. Wenn die Ergebnisse der öffentlichen Auslage vorliegen, wird erneut über das Projekt diskutiert und entschieden. Dem möchte ich derzeit nicht vorgreifen.”

Veit Böhm, Wahlkreis 3 (Pieschen)

Veit Böhm“Als Ortsbeirat habe ich mich gegen eine Globus-Ansiedlung ausgesprochen. Da bislang kaum positive Effekte für Pieschen erkennbar sind, sehe ich entsprechende Planungen weiterhin kritisch.”

Dr. Helfried Reuther, Wahlkreis 7 (Tolkewitz) 

CDU Helfried Reuther“Die Frage ist im Moment weder mit ja noch mit nein zu beantworten. Das ist erst möglich, wenn das Ergebnis der Auslegung des Entwurfs des Bebauungsplans vorliegt. Die endgültige Entscheidung kann nur auf dessen Grundlage getroffen werden.”

Georg Böhme-Korn, Wahlkreis 10 (Süd)

Gerorg Böhme-Korn

“Globus entwickelt eine Brachfläche und rettet den denkmalgeschützten Alten Leipziger Bahnhof. Ein weiterer Wettbewerber mit Qualität kommt auf den Markt. Dresden wächst – da sollen 8.800 m2 Verkaufsfläche mehr den Untergang ganzer Handelsstrukturen bedeuten? Wer heute gern zum kleinen Einzelhändler um die Ecke geht, wird es angesichts der vorhandenen Supermärkte auch weiter tun!”

Die Linke

Jacqueline Muth, Wahlkreis 2 (Neustadt)

Jacqueline Muth

“Großflächige Einzelhandelsansiedlungen – egal wo in Dresden – lehne ich ab. Wir von den LINKEN dazu: Dresden genehmigt keine weiteren Großeinkaufscenter, sondern fördert den kleinteiligen Einzelhandel.”

Pia Barkow, Wahlkreis 3 (Pieschen)

Pia Barkow

“Bei einer Abstimmung über Globus– wie auch zu anderen großflächigen Einzelhandelsprojekten in Dresden – wäre für mich die Linie meiner Partei: „Dresden genehmigt keine weiteren Groß-Einkaufszentren, sondern fördert den kleinteiligen Einzelhandel” ausschlaggebend.”

Anja Apel, Wahlkreis 4 (Nord)

Anja Apel“Einen weiteren Großmarkt brauchen wir nicht, ich werde auch weiterhin gegen die Ansiedlung von Globus stimmen. Die Linke möchte den kleinteiligen Einzelhandel unterstützen. Diese haben sich eindeutigdagegen ausgesprochen.”

Annekatrin Klepsch, Wahlkreis 5 (Elbhang)

Annekatrin Klepsch“Das Ansinnen von Globus, den Alten Leipziger Bahnhof mit einem überdimensionierten Lebensmittelmarkt zu bebauen, habe ich von Anfang an für falsch gehalten und im Stadtrat deshalb mit Nein gestimmt.”

Tilo Kießling, Wahlkreis 7 (Tolkewitz)

 Tilo Kießling, Wahlkreis 7 (Tolkewitz)“Obwohl ich persönlich dem GLOBUS-Projekt aufgeschlossen gegenüberstehe und erstaunt bin über den AfD-Zusammenschluß der GLOBUS-Konkurrenz: Für mich gelten unsere beschlossenen Wahlziele. Eines lautet: ‘Dresden genehmigt keine weiteren Groß-Einkaufszentren, sondern fördert den kleinteiligen Einzelhandel.’ “

Thomas Grundmann, Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

Thomas Grundmann, Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

“Die durch den Globus-Markt angelockten Verkehrsströme werden zu einer übermäßigen Belastung des umliegenden Straßennetzes führen. Schon deshalb wird dieser von mir abgelehnt. Vielmehr sollte Dresden den kleinteiligen Einzelhandel fördern statt weiterer Groß-Einkaufszentren.”

André Schollbach, Wahlkreis 12 (West)

André Schollbach, Wahlkreis 12 (West)

“Das Vorhaben des Unternehmens Globus lehne ich ab. Unter Abwägung aller Pro- und Contra-Argumente werden die mit der Investition verbundenen positiven Aspekte durch die entstehenden Nachteile überwogen. Zudem sind begründete Zweifel angebracht, ob das Vorhaben in seiner jetzigen Dimensionierung bauplanungsrechtlich haltbar ist. Es stellt sich die Frage, ob ein derartiger Bebauungsplan überhaupt ein Normenkontrollverfahren vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht überstehen würde.”

Grüne

Thomas Löser, Wahlkreis 1 (Mitte)

Thomas Löser, Wahlkreis 1 (Mitte)

“Die Ansiedlung eines Globus Marktes in der Leipziger Vorstadt lehne ich entschieden ab. Dresden braucht kleinteiligen Einzelhandel und keine weiteren riesigen Konsumtempel.”

Jens Hoffsommer, Wahlkreis 2 (Neustadt)

Jens Hoffsommer, Wahlkreis 2 (Neustadt)

“Ich lehne den Globus ab. Er schadet lokalem Gewerbe und Einzelhandel und widerspricht allen städteplanerischen Überlegungen für diese Fläche. Dresden braucht Wohnungen und keinen weiteren Mammut- Einkaufsmarkt!”

Michael Schmelich, Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

Michael Schmelich, Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

“Ich lehne ohne wenn und aber die GLOBUS-Ansiedlung an diesem Standort ab. Flächen müssen für Wohnbebauung und nicht für noch mehr Einkaufszentren erschlossen werden. Das heuchlerische Verhalten der LINKEN im Stadtrat, die am Ende den Weg für GLOBUS frei gemacht haben, ärgert mich ganz besonders.”

Kati Bischoffberger, Wahlkreis 3 (Pieschen)

Kati Bischoffberger, Wahlkreis 3 (Pieschen)

“Ein Großmarkt gefährdet die Vielfalt kleiner Läden und damit ein Stück Stadtteilkultur. Anstelle von GLOBUS könnten Wohnungen, Kultureinrichtungen und viele kleine Geschäfte entstehen! Wir GRÜNE werden gegen das GLOBUS-Projekt stimmen.”

Ulrike Caspary, Wahlkreis 4 (Prohlis)

Ulrike Caspary, Wahlkreis 4 (Prohlis)

“Für ein lebenswertes Pieschen wird kein großes Einkaufszentrum gebraucht, das den lokalen Einzelhandel zum Absterben bringt. Gebraucht werden z.B. Wohnungen. Ich bin gegen das Globus-Projekt.”

Christiane Filius-Jehne, Wahlkreis 5 (Elbhang)

Christiane Filius-Jehne, Wahlkreis 5 (Elbhang)

“Herr Zastrow hat uns bei der letzten Entscheidung zu Globus dieses als 
’Familienunternehmen’ angepriesen – Aldi ist im weiteren Sinne des Wortes
 auch ein Familienunternehmen! Die tatsächlich inhabergeführten Geschäfte in 
Pieschen und in der Neustadt – und damit die wirklichen Familienunternehmen
 – werden durch diesen geplanten überdimensionierten ‘Klopper’ jedoch noch 
weiter an die Wand gedrückt. Ich möchte nicht den nächsten Großanbieter in
 der Stadt, sondern dass wir endlich etwas tun, um das vor Jahren
 beschlossene Zentrenkonzept auch wirklich umzusetzen und dem kleinteiligen 
Einzelhandel den Rücken zu stärken. Auch von mir ein klares NEIN zu Globus.”

Margit Haase, Wahlkreis 6 (Striesen)

Margit Haase, Wahlkreis 6 (Striesen)

“Globus ist ein großer Kfz-Verkehrserzeuger und ist an diesem Standort, der
sowieso schon häufig Staus aufweist, nicht verträglich. Selbst das von
 Globus bezahlte Verkehrsgutachten mit geschönten Zahlen weist nach, dass 
sich Globus bis auf die Altstädter Seite negativ auswirkt.”

Kerstin Harzendorf, Wahlkreis 7 (Tolkewitz)

Kerstin Harzendorf, Wahlkreis 7 (Tolkewitz)

“Die GRÜNEN haben sich klar gegen die Neuansiedlung von Globus positioniert. 
Die Argumente überzeugen mich. Die damit verbundenen Verkehrs- und
 Umweltbelastungen schaden einer gesunden, an lokalen Bedarfen orientierten
 Stadtentwicklung. Kleinteiliger, kreativer Einzelhandel macht den Stadtteil
attraktiv; auch für TolkewitzerInnen. Die Neustadt hat Globus nicht nötig.
”

Ulrike Hinz, Wahlkreis 10 (Süd)

Ulrike Hinz, Wahlkreis 10 (Süd)

“Die Ansiedlung von Globus wäre ein Städtebaulicher Gau, gegen das
Kleingewerbe, gegen vernünftige Verkehrsplanungen, gegen die Umwelt und
gegen möglichen Wohnungsbau mit bezahlbaren Mieten. Mein klares Credo: NEIN
 ZU GLOBUS!”

SPD

Axel Bergmann, Wahlkreis 1 (Mitte)

Axel Bergmann, Wahlkreis 1 (Mitte)

“Ich stimme gegen GLOBUS, weil es besser wäre, auf dieser innenstadtnahen Fläche ein attraktives, gemischtes und durchgrüntes Wohnquartier zu entwickeln. Die wachsende Stadt Dresden hat die Kraft dazu.”

Vincent Drews, Wahlkreis 2 (Neustadt)

Vincent Drews, Wahlkreis 2 (Neustadt)

“Ich werde mich im Stadtrat gegen den Globus am Alten Leipziger Bahnhof einsetzen um die funktionierende Einzelhandelsstruktur in der Neustadt zu schützen. Das Viertel braucht keine neuen Konsumtempel!”

Dr. Peter Lames, Wahlkreis 5 (Elbhang)

Dr. Peter Lames, Wahlkreis 5 (Elbhang)

“Globus würde die Versorgung der Bevölkerung eher verschlechtern als verbessern, weil viele wohnortnahe Läden gefährdet wären. Der Autoverkehr würde zunehmen. Eine innenstadtnahe Fläche ginge für die dringend benötigte Wohnbebauung verloren. Deshalb habe ich, wie die SPD insgesamt, gegen Globus gestimmt. Dabei wird es bleiben.”

Christian Bösl, Wahlkreis 6 (Striesen)

Christian Bösl, Wahlkreis 6 (Striesen)

“Ich bin gegen das Globus-Projekt. Wir brauchen diesen wertvollen innerstädtischen Boden für einen neuen Stadtteil mit bezahlbaren Wohnungen, kleinen Geschäften und Platz für Ideen: urban, kreativ, barrierefrei, menschlich.”

 

Albrecht Pallas, Wahlkreis 10 (Süd)

Albrecht Pallas, Wahlkreis 10 (Süd)

“Das GLOBUS-Projekt lehne ich ab. Ich möchte weder Verkehrs-Chaos in der Innenstadt noch ein Händler-Sterben in der Neustadt und Pieschen. An anderer Stelle ist ein Globus-Markt vorstellbar.”

Wilm Heinrich, Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

Wilm Heinrich, Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

“Im Stadtrat habe ich gemeinsam mit der gesamten SPD-Fraktion gegen das Globus-Projekt gestimmt, dabei bleibt es.”

Peter Bartels, Wahlkreis 12 (West)

Peter Bartels, Wahlkreis 12 (West)

“Dresden braucht keine weiteren überdimensionierten Einkaufszentren an der falschen Stelle, 
Dresden braucht mehr Wohnungen. Die innenstadtnahen Flächen in der Leipziger Vorstadt 
bieten dafür Potenzial und sollten nicht vergeudet werden. Deshalb bin ich gegen Globus.”

Bündnis Freie Bürger

Franz-Josef Fischer, Wahlkreis 4 (Nord) 

Freie Bürger - Franz-Josef Fischer“Natürlich bin ich für eine Verschönerung des Geländes des Alten Leipziger Bahnhofs!”

Jan Kaboth, Wahlkreis 5 (Elbhang)

Jan Kaboth, Wahlkreis 5 (Elbhang)

“Bis zur Entscheidung für die Ansiedlung von Globus habe ich in den letzten Monaten sehr intensiv und kontrovers mit Vielen diskutiert und die Entscheidung ist mir sicherlich nicht leicht gefallen. Aber noch ist der alte Leipziger Bahnhof eine Industriebrache, an die sich vielleicht schon Einige gewöhnt haben. Auch aus städtebaulicher Sicht ist die Revitalisierung eine hervorragende Chance, das Areal attraktiver zu gestalten. Es fehlt an Alternativen, um den Stillstand zu beenden. Bei mir hat sich kein Interessent gemeldet. Zudem schadet ein neuer Konkurrent auf dem Markt Dresden sicher nicht. Im Gegenteil.”

Piraten

Norbert Engemaier, Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

Norbert Engemaier, Wahlkreis 11 (Löbtau/Plauen)

“Ich werde als Stadtrat das Globus-Projekt ablehnen. Das Gelände am Alten Leipziger Bahnhof soll für Wohnbebauung und Kulturprojekte verwendet werden – also für eine echte Aufwertung des Stadtviertels.”

Chronologie

Für die Realisierung des Großmarkt-Vorhabens der Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG ist ein sogenannter vorhabenbezogener Bebauungsplan notwendig. Außerdem muss der Flächennutzungsplan geändert werden. Wie umstritten das Projekt ist, zeigen die bisherigen Abstimmungsergebnisse und Verfahrensschritte sowie der Ausgang der jüngsten Stadtratswahl:

16.04.2015
Stadtratsbeschluss: Überarbeitung des Masterplans Leipziger Vorstadt

Neue Mehrheit setzt durch, dass im Masterplangebiet nur Einzelhandel mit maximal 800 Quadratmeter Verkaufsfläche zulässig ist. Überarbeitung des Masterplans bis Ende September 2015. Bis dahin keinerlei Baugenehmigungen. Dies bedeutet das faktische Aus für Globus am Alten Leipziger Bahnhof, zumindest vorläufig.

10.04.2015
Ende der Einwendungsphase neuer Flächennutzungsplan (FNP)

Über 370 Einwendungen gehen ein. Viele zum Thema Alter Leipziger Bahnhof. Nach der Offenlage wird der FNP erneut überarbeitet.

26.02.2015
Entwurf neuer Flächennutzungsplan (FNP) für ganz Dresden: Beginn der Einwendungsphase

Im Entwurf des neuen Flächennutzungsplanes (FNP) wird das Areal des Alten Leipziger Bahnhofs als "Sonderbaufläche Großflächiger Einzelhandel" ausgewiesen. Mit dieser Festsetzung soll auch von Seiten des FNP dem geplanten SB-Warenhaus der Boden bereitet werden. Bürger und Vertreter öffentlicher Belange können zwei Wochen lang Einwendungen gegen diese Festlegung bei der Stadt einreichen.

12.08.2014
Kooperationsvereinbarung der neuen linken Mehrheit im Stadtrat

Linke, Grüne, SPD und Piraten vereinbaren die Überarbeitung des Masterplanes Leipziger Vorstadt u.a. im Sinne eines kleinteiliger Handelsflächen. Jegliche Bebauung erst nach Beschluss des neuen Masterplanes, der im Herbst 2015 vorliegen soll.

30.06.2014
Ende der Einwendungsphase FNP-Änderung

Insgesamt gehen zwei Dutzend Einwendungen ein.

16.06.2014
Beginn Einwendungsphase: Offenlage Änderung Flächennutzungsplan (FNP)

Bürger und Vertreter öffentlicher Belange können zwei Wochen lang Einwendungen gegen die, für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan / das Globus-Projekt, notwendige Änderung des FNP beim Stadtplanungsamt einreichen

25.05.2014
Stadtratswahl

Neue Sitzverteilung im Stadtrat bringt Übergewicht der Projektkritiker. SPD, Grüne, LINKE und neu eingezogene Piraten stehen dem Globus SB-Warenhaus ablehnend gegenüber. Auch die neue AfD-Fraktion hat Bedenken.

25.04.2014
Ende der Einwendungsphase B-Plan

Ingesamt gehen über 370 Einwendungen ein, darunter auch Einwendungen vom Handelsverband Sachsen, der IHK Dresden und der KONSUM Dresden eG. Zahlreiche neue Gutachten werden mit eingereicht.

25.03.2014
Beginn der Einwendungsphase: Offenlage vorhabenbezogener Bebauungsplan (B-Plan)

Bürger und Vertreter öffentlicher Belange können einen Monat lang Einwendungen gegen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan / das Globus-Projekt beim Stadtplanungsamt einreichen

06.03.2014
Stadtratssitzung

(TOP 11 – 1. Billigung des Entwurfs zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan 2. Billigung der Begründung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan-Entwurf 3. Öffentliche Auslegung des Entwurfs zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan – beschließend) 
► Knappe Zustimmung durch die Enthaltung der Linken 
Ja: 32, Nein: 30, Enthaltungen: 5 (Keine Niederschrift verfügbar)

05.02.2014
Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau

(TOP 5 – Entwurf, Begründung und Öffentliche Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans - beschließend) ► Knappe Zustimmung und Verweis in den Stadtrat zur Entscheidung

22.01.2014
Sondersitzung Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau

(TOP 1 – Entwurf, Begründung und Öffentliche Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans beschließend) ► Sitzung nach 5 Minuten vertagt

16.01.2014
Ausschuss für Wirtschaftsförderung

(TOP 12 – Entwurf, Begründung und Öffentliche Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans - beratend) ► Mehrheitliche Ablehnung

14.01.2014
Ortsbeirat Pieschen

(TOP 2.1 – Entwurf, Begründung und Öffentliche Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans - beratend) ► Einstimmige Ablehnung

09.12.2013
Ortsbeirat Neustadt

(TOP 3.1 – Entwurf, Begründung und Öffentliche Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans - beratend) ► Fast einstimmige Ablehnung

12.07.2012
Stadtratssitzung

(TOP 10 - Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan 2. Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs - beschließend) ► Zustimmung

21.06.2012
Stadtratssitzung

(TOP 8 - Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan 2. Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs - beschließend) ► Vertagung

24.05.2012
Stadtratssitzung

(TOP 23 - Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan 2. Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs - beschließend) ► Vertagung

15.03.2012
Stadtratssitzung

(TOP 25 - Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan 2. Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs - beschließend) ► Vertagung

24.11.2011
Stadtratssitzung

(TOP 25 - Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan 2. Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs - beschließend) ► Vertagung

09.11.2011
Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau

(TOP 3 - Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan 2. Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs– beschließend) ► Zustimmung

11.10.2011
Ortsbeirat Neustadt

(TOP 2.1 - Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan 2. Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs - beratend) ► fast einstimmige Ablehnung

04.10.2011
Ortsbeirat Neustadt

Neustadt (TOP 4 - Aufstellungsbeschluss vorhabenbezogener Bebauungsplan 2. Grenzen des räumlichen Geltungsbereichs - beratend) ► Zustimmung

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